AU DOUZE - ESPACE DE CREATION ARTISTIQUE - AIX EN PROVENCE
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DER PRINZ VON HOMBURG
Szenefoto einer Auffühhrung des Stückes im Schauspiel Frankfurt in der Regie von Achim Petras (2007)
 
DER INHALT DES STÜCKES

Preußen 1675. Am Vorabend der Schlacht von Fehrbellin wird der Prinz von Homburg dabei beobachtet, wie er sich schlafwandelnd einen Siegeskranz flicht und die Nichte des Kurfürsten, Prinzessin Natalie, als seine Braut anspricht.Er kann einen ihrer Handschuhe ergreifen, was für ihn fatale Folgen haben soll. Nach Erwachen aus seinem Traum wundert sich der Prinz über den Handschuh in seiner Hand. Als bei der Besprechung des nächsten Kriegsgefechts im Kriegsrat die Aufgaben verteilt und Anweisungen gegeben werden, verwirrt ihn der Auftritt Nathalies, die sich als Eigentümerin des geheimnisvollen Handschuhs entpuppt. Der Prinz ist dermaßen abgelenkt, dass er die ihm zugeteilte Rolle für den Kampf nicht aufnimmt: Er erhält den Befehl, bei der kommenden Schlacht sei der Feind nicht ohne ausdrückliche Order anzugreifen. Entgegen der Anweisung greift der Prinz daher den Gegner in der Schlacht von Fehrbellin an – und erringt einen entscheidenden Sieg.

Dem Kurfürsten jedoch geht die Disziplin über alles. Ungeachtet des Sieges lässt er den Prinzen wegen Befehlsverweigerung verhaften und ihm den Prozess machen; der Prinz wird zum Tode verurteilt. Zunächst ist ihm der Ernst der Situation nicht klar. Erst die Nachricht, der Kurfürst habe sein Todesurteil unterzeichnet, gibt ihm zu denken. Beim Anblick des für ihn bestimmten Grabes begreift er schließlich den Ernst der Lage. In der berühmten und umstrittenen „Todesfurchtszene“ fleht der Prinz, bereit zur Aufgabe all dessen, was ihm lieb ist, um das nackte Leben. Als der Kurfürst von der Reaktion des Prinzen erfährt, reagiert er wiederum „verwirrt“. Erstaunt ihn die Reaktion des Prinzen? Er habe die größte Achtung vor seinem Gefühl, heißt es. Anstatt ihn schlicht zu begnadigen, stellt er ihm jedoch eine Bedingung. Könne der Prinz das Urteil für ungerecht halten, so sei er begnadigt. Diese Frage führt zu einer überraschenden Wandlung des Prinzen. Er überwindet seine Todesfurcht und ist bereit, das Gesetz „durch einen freien Tod“ zu „verherrlichen“. Ob er die Strafe für tatsächlich angemessen hält, ist allerdings umstritten. Ebenfalls ungeklärt bleibt, ob der Kurfürst all dies nur als Erziehungsmaßnahme inszeniert hat.

Nathalie hat inzwischen ohne legitimen Befehl das vom Prinzen Homburg geführte Regiment zurückbeordert, um Unterstützung für seineBegnadigung zu erhalten. Im Angesicht des allgemeinen Druckes, der auf ihn ausgeübt wird, hört der Kurfürst seine Offiziere an. Der alte Haudegen Kottwitz ist der Meinung , auf dem Schlachtfeld zähle der errungene Sieg, somit sei dem Prinzen nichts vorzuwerfen. Der Kurfürst befragt seine Offiziere schließlich, ob sie sich auch weiterhin der Führung des Prinzen anvertrauen wollen – was allgemein bejaht wird.

Der Prinz erfährt nichts von seiner Begnadigung, sondern wird mit verbundenen Augen ins Freie geführt – in der Meinung, seine Hinrichtung stehe bevor. Aber die Kugel kommt nicht, stattdessen setzt ihm die Nichte des Kurfürsten einen Lorbeerkranz auf. Auf seine Frage hin, ob dies ein Traum sei, antwortet Kottwitz: „Ein Traum, was sonst“. Der Prinz wird ohnmächtig.

 
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Heinrich von Kleist + Prinz von Homburg + Ingeborg Bachmann und Hans Wernert Henze + Die Gruppe 47
 
 
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